Medienfonds

Bei Medienfonds werden die Anlegergelder dazu verwendet, um Filme oder Fernsehproduktionen zu finanzieren. Da der wirtschaftliche Erfolg weder bei großen Kinoproduktionen noch bei Fernsehserien zuverlässig vorausgesagt werden kann, sind derartige Fonds grundsätzlich als hochriskant einzuordnen.

Aufgrund häufig dazukommenden komplizierten Strukturen der an einer derartigen Produktion beteiligten Firmen werden die Risiken dieser Fonds sehr häufig nicht den Anforderungen entsprechend dargestellt, was für die Anleger Schadensersatzansprüche begründen kann.

Für die Rückzahlung der Gelder sowie der versprochenen Gewinne ist es erforderlich, dass die Film- und Fernsehproduktionen erfolgreich sind. Sollte die Kalkulation nicht aufgehen, müssen auch die Anleger unter bestimmten Voraussetzungen dafür gerade stehen, eventuell sogar noch Gelder nachschießen, insbesondere bei einer teilweisen Fremdfinanzierung der Produktionen.

Des Weiteren ist ein Ausstieg vor Ablauf der Laufzeit in der Regel nicht möglich, weshalb der Anleger bereits mit seiner Unterschrift allen genannten Risiken ausgesetzt ist.

Sollten Sie bereits einen derartigen Medienfonds gezeichnet haben und über die Risiken nicht aufgeklärt worden sein, empfehle ich die umgehende Prüfung von Schadenersatzansprüchen gegenüber sämtlichen möglichen Beteiligten, wie insbesondere die Vermittler bzw. Vermittlungsgesellschaften und die finanzierenden Banken aber auch die Beteiligungsgesellschaften selbst.

Beispiele für derartige riskante Medienfonds sind:

– Academy Film Fonds
– Apollo Medienfonds
– Cinerenta Filmfonds
– Equity Pictures Medienfonds
– Hannover Leasing
– Kaledo-Fonds
– KGAL-Fonds
– Montranus Medienfonds
– München Fonds
– Victory Medienfonds
– VIP Medienfonds
– World Media Fonds

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